Neugestaltung der Verkehrsinfrastruktur

Alle Verkehrsmittel profitieren

Der Seetalplatz als Zentrum des Entwicklungsschwerpunkts LuzernNord ist auch ein zentraler Verkehrskontenpunkt des Kantons Luzern. Damit täglich die über 50'000 Fahrzeuge und diversen Buslinien optimal über den Seetalplatz verkehren können, wurde die Infrastruktur ausgebaut.

Die Unwetter vom August 2005 führten am Seetalplatz und in seiner Umgebung zu enormen Überschwemmungsschäden an Bauten und Anlagen. Die unbefriedigende Hochwasserschutz- und Gesamtverkehrssituation beeinträchtigte nicht nur die Lebensqualität in den hauptsächlich betroffenen Gemeinden Emmen und Luzern, sondern erschwerten auch die Erreichbarkeit und verminderte die Attraktivität als Wohn- und Arbeitsort. Deshalb wurde der gesamtheitliche Masterplan LuzernNord erarbeitet, der die Siedlungsentwicklung, den Verkehr und den Hochwasserschutz vereint.

Die Luzerner Stimmbevölkerung hiess am 17. Juni 2012 den Hochwasserschutz und die Neugestaltung des Verkehrs im Gebiet Seetalplatz gut und bewilligte den dafür erforderlichen Sonderkredit von 190 Millionen Franken. Der Baubeginn am Seetalplatz erfolgte 2013. Die Hochwasserschutzarbeiten wurden Anfang 2017 beendet, die Arbeiten an der Verkehrsinfrastruktur wurden nach fünfjähriger Bauzeit Ende 2017 abgeschlossen. Die offizielle Einweihung fand am Samstag, 16. Juni 2018 statt.

Auf dem Seetalplatz wurde ein vollständig neues Verkehrsregime umgesetzt. Der motorisierte Strassenverkehr wird über fünf Hauptanschlüsse in einen grossen Einbahnring geführt. Der öffentliche Busverkehr erhielt zusammen mit dem Fussverkehr und den Radfahrenden ein eigenes Trassee mit neuer Linienführung von Reussbühl bis zum Bahnhof Emmenbrücke, wo ein neuer Bushub erstellt wurde.

Der Verkehr am Seetalplatz fliesst über den Einbahnring und wird über die Obere Zollhausbrücke und die Reussbühlbrücke geführt. Reussbühl wird über die Reusszopfstrasse entlang der Kleinen Emme umfahren. 

Die Hauptstrasse in Reussbühl wurde verkehrsberuhigt und aufgewertet. Sie darf zu einem grossen Teil nur noch vom öffentlichen Verkehr, dem Velo- und Fussverkehr sowie als Sackgasse von Anwohnern und Lieferanten benutzt werden. Dasselbe gilt für den südlichen Teil der Bahnhofstrasse in Emmenbrücke.

Die Busse verkehren getrennt vom motorisierten Individualverkehr über den Bushub sowie die Untere Zollhausbrücke und nutzen die verkehrsberuhigte Hauptstrasse durch Reussbühl.

Velofahrende können den Seetalplatz wie die Busse getrennt vom motorisierten Individualverkehr via Bushub und Untere Zollhausbrücke befahren, was die Verkehrssicherheit erhöht. Zudem bietet der Viscosisteg eine weitere Möglichkeit, die Kleine Emme zu überqueren.

Für den Fussverkehr ist nebst den fertiggestellten Trottoirs nun auch der Wanderweg am linken Ufer der Kleinen Emme wieder durchgehend begehbar.